Juni 18, 2021

ESAB führt 600- und 800-Ampere-Varianten für hochpräzise automatisierte Plasmasysteme der iSeries auf den Markt ein

Nutzer können zwei Stromquellen der iSeries „parallel“ schalten, um Nichteisenmetalle mit bis zu 160 mm Stärke zu schneiden. Das System bietet die Flexibilität, zwei Einheiten zusammen oder unabhängig voneinander einzusetzen.

Annapolis Junction, Md. – Zur Steigerung der Produktivität beim automatisierten Plasmaschneiden hat ESAB Welding & Cutting Products verbesserte 200-, 300- und 400-Ampere-Versionen seiner hochpräzisen Plasmastromquellen der iSeries auf den Markt gebracht, um die Schneidleistung auf 400, 600 bzw. 800 Ampere zu verdoppeln. Für die neue Funktion, die bei den iSeries-Systemen serienmäßig vorhanden ist, sind die Verwendung entsprechender Verbrauchsmaterialien sowie ein Verbindungssatz mit Kabelpaket und zugehöriger Software für die Steuerung erforderlich.

„Das Konzept ist vergleichbar mit der Parallelschaltung von zwei Schweiß-Stromquellen, um Elektroden mit größerem Durchmesser verwenden zu können und so eine erhöhte Produktivität zu erreichen“, erklärt Dirk Ott, VP – Global Plasma Automation. „Die neuen Funktionen bieten einige kleinere Software- und Hardware-Verbesserungen, aber die Herausforderung bestand in der Entwicklung der neuen 600-Ampere- und 800-Ampere-Verbrauchsmaterialien für Edelstahl und Aluminium.“

Ott merkt an, dass die Verbrauchsmaterialien die technisch anspruchsvollsten Komponenten einer automatisierten Plasmaschneidanlage sind, und dass die Verbrauchsmaterialien für eine optimale Schnittqualität und -geschwindigkeit entsprechend der Anwendung gewechselt werden müssen. ESAB bietet jetzt Verbrauchsmaterialien für automatisierte Plasmaschneidleistungen von 15 bis 800 Ampere an.

Zu den Zielanwendungen gehören Hersteller und Stahl-Servicezentren, die zwei Brenner auf demselben Portal verwenden, sowie Unternehmen, die Teilstücke aus Edelstahl und Aluminium bis zu 160 mm schneiden  vor allem in den Bereichen Energieerzeugung, Druckbehälterbau, Chemie und Petrochemie. Anwender von 600- und 800-Ampere-Systemen wünschen sich in erster Linie höhere Schneidgeschwindigkeiten bei Nichteisenwerkstoffen mit Materialstärken von 50 mm bis 100 mm  (2 bis 4 Zoll). Beispielsweise schneidet das 600-Ampere-System Materialstärken bis 75 mm  (3 Zoll) Edelstahl mit 330 mm/Minute unter Verwendung von H35 (das H35-Verfahren verwendet 35 Prozent Wasserstoff/65 Prozent Stickstoff für das Plasmagas und Stickstoff für das Schutzgas).

Verbunden oder unabhängig

Mit den neuen Funktionen erhalten die Nutzer der iSeries 200-, iSeries 300- und iSeries 400-Systeme die Flexibilität, zwei Systeme mit derselben Leistung unabhängig voneinander oder gemeinsam verwenden zu können.

„Zwei Plasmabrenner auf demselben Portal zum Schneiden identischer Formen einzusetzen, ist eine gängige Strategie zur Steigerung der Produktivität bei Anwendungen mit hohem Durchsatz“, sagt Ott. „Wenn Fertigungsunternehmen die Leistung verdoppeln möchten, um dickere Materialien zu schneiden oder die Schneidgeschwindigkeit zu erhöhen, müssen sie lediglich die Verbrauchsmaterialien wechseln. Wir haben dies einfach gehalten, weil unsere 400er-, 600er- und 800er-Verbrauchsmaterialien alle den gleichen Brenner verwenden. Mit unserer Schnellwechsel-Kartusche können Nutzer Verbrauchsmaterialien in weniger als 30 Sekunden wechseln.”

Water Mist Secondary (WMS™)-Prozess

Das Wassernebel-Sekundärverfahren (Water Mist Secondary), bei dem Stickstoff als Plasmagas und normales Leitungswasser zur Abschirmung verwendet werden, führt zu einer besseren Schnittqualität und geringeren Kosten pro Schnitt bei Edelstahl und Aluminium. Bei Edelstahl ist die Schneidgeschwindigkeit des WMS-Prozesses bis zu 300 Prozent höher bei einer Kosteneinsparung von 20 Prozent oder mehr pro Schnitt, verglichen mit Systemen, die Argon-Wasserstoff (H35) als Plasmagas verwenden.

„Mit unserer bisherigen Technologie konnte der WMS-Prozess Material bis zu einer Stärke von etwa 40 mm schneiden. Jetzt haben wir die WMS-Leistung auf bis zu 800 Ampere erhöht und können damit NE*-Metalle bis zu einer Stärke von fast 125 mm schneiden“, erklärt Ott. „Kein anderer Hersteller bietet ein System mit diesen Fähigkeiten an.“

Zusätzlich zu WMS und H35 für Nichteisenwerkstoffe bietet ESAB eine komplette Reihe von Verbrauchsmaterialien für das Schneiden von Eisenwerkstoffen sowie Argon für das Plasmamarkieren an. Für Fertigungsunternehmen, die Rauch und blendendes Licht gering halten möchten, verwenden alle XT-Brenner vorhandene Komponenten zum Unterwasserschneiden.

* Anmerkung des Herausgebers: Automatisiertes Plasmaschneiden von Baustahl ist in der Regel auf Materialstärken von 50 mm oder weniger begrenzt. Bei Werkstoffen mit größeren Materialstärken bietet das Autogen-Verfahren ähnliche Schneidgeschwindigkeiten, gute Präzision und geringere Betriebskosten.

Zusätzliche Flexibilität

Die Geräte der iSeries sind in Konfigurationen mit 100, 200, 300 und 400 Ampere zum Schneiden von bis zu 50 mm starken Werkstücken erhältlich. Alle Modelle verfügen über ein gleiches Gehäuse und gleiche Komponenten sowie die modulare StepUp™-Technologie, die es dem Benutzer ermöglicht, die Leistung durch Hinzufügen von Wechselrichterblöcken von 100 Ampere auf bis zu 400 Ampere zu erhöhen (und auf 400, 600 oder 800 Ampere, durch Parallelschaltung von 200-, 300- oder 400-Ampere-Einheiten). Das modulare Design minimiert den Lagerbestand und die Reparaturzeiten.

„Dank der StepUp-Technologie und der Möglichkeit zur Parallelschaltung der iSeries-Einheiten brauchen sich Fertigungsunternehmen beim Kauf eines Systems keine Gedanken mehr darüber zu machen, ob dieses die aktuellen und zukünftigen Anforderungen erfüllt“, sagt Ott.

Bei ESAB gestalten wir die Zukunft der Schweiß- und Schneidtechnik. Wir bieten Fertigungsunternehmen die breiteste Produktpalette unseres branchenführenden Markenportfolios mit den neuesten Technologien, um praktisch jede Branchenherausforderung zu lösen – und unterstützen sie mit unserem Wissen, unserer Erfahrung und unserer Leidenschaft, damit sie produktiver sind als je zuvor.