WIG-Schweißzusätze: Die richtige Legierung wählen
Dezember 3, 2024
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WIG-Schweißzusätze: Die richtige Legierung wählen

Das Wolfram-Inertgas-Schweißen (WIG) ist für seine Präzision und Vielseitigkeit bekannt und bietet Schweißern die Möglichkeit, saubere und qualitativ hochwertige Schweißnähte an verschiedenen Materialien zu erstellen. Ein entscheidender Bestandteil des WIG-Schweißens ist der Schweißzusatz, welcher eine bedeutende Rolle bei der Bestimmung der Festigkeit, des Aussehens und der Eigenschaften der Schweißnaht spielt.

Was sind WIG-Schweißzusätze?

Beim WIG-Schweißen erzeugt eine nicht abschmelzende Wolframelektrode den Lichtbogen, welcher den Grundwerkstoff aufschmilzt, während der Schweißzusatz bei Bedarf separat hinzugefügt werden kann. Die Wahl des Schweißzusatzes hängt vom zu schweißenden Grundwerkstoff und den gewünschten Eigenschaften der Schweißverbindung ab. Schweißzusätze sind in verschiedenen Formen erhältlich, die jeweils für bestimmte Anwendungen und Materialien ausgelegt sind.

Arten von WIG-Schweißzusätzen

Die Schweißzusätze zum Verbindungsschweißen werden grundsätzlich anhand der Grundwerkstoffe ausgewählt. Hier einige Beispiele, die häufig vorkommen:

  1. Zusätze für unlegierten Stahl (z. B. EN ISO 636-A: W 42 3 Si1):

Anwendungen: Ideal zum Schweißen von un- und niedriglegierten Stählen, allgemeinen Baustählen, sowie Feinkorn- und Druckbehälterstählen.

  1. Zusätze für korrosionsbeständige CrNi-Stähle (z. B. 308LSi, 316LSi):

Anwendungen: Die Güte 308LSi ist zum Beispiel anwendbar für CrNi-Stähle wie 1.4301 und 316LSi wird häufig zum Schweißen von beispielsweise 1.4571 genutzt.

  1. Aluminiumzusätze (4043, 5356):

Beste Anwendungen Die Schweißzusätze der 4000er-Reihe sind vielseitig und leicht anwendbar, wobei die Werkstoffe der 5000er-Reihe allgemein je nach Grundwerkstoff eine höhere Festigkeit aufweisen.
Hinweis: Metallurgische Verträglichkeit beachten.

  1. Nickelbasiszusätze (z. B. NiCrMo-3, NiCr-3):

Anwendungen: Angewendet für entsprechende Nickelbasis-Grundwerkstoffe und spezielle Stahlsorten, sowie Schwarz-Weiß-Verbindungen mit besonderen Anforderungen.

Den richtigen Schweißzusatz wählen

Die Auswahl des richtigen WIG-Schweißzusatzes erfordert die Berücksichtigung mehrerer Faktoren: Wählen Sie den Schweißzusatz basierend auf der Zusammensetzung und den Eigenschaften des Grundwerkstoffs für Anwendbarkeit und Festigkeit. Berücksichtigen Sie den Verwendungszweck des zu schweißenden Bauteils, einschließlich der Umgebungsbedingungen und der erforderlichen mechanischen Eigenschaften. Für eine konkrete Auswahl des passenden Schweißzusatzes konsultieren Sie gerne unser ESAB Handbuch für Schweißzusätze, erhältlich als PDF: ESAB Handbuch Schweißzusätze Version 2023

Tipps für das WIG-Schweißen mit Schweißzusätzen

  • Sauberkeit: Halten Sie den Arbeitsbereich, sowie Schweißstelle und Schweißzusatz stets sauber, um Kontaminationen zu vermeiden.
  • Wärmeführung: Achten Sie stets auf die Einhaltung der korrekten Streckenenergie und Bauteiltemperaturen.
  • Übung: Sie macht den Meister! Besonders WIG-Schweißen erfordert handwerkliches Geschick und ist eine Übungssache.

Fazit

Die Wahl des richtigen WIG-Schweißzusatzes ist entscheidend für hochwertige Schweißnähte und Anwendungen. Ob Sie mit unlegiertem Stahl, hochlegierten Werkstoffen, Aluminium oder Nickel arbeiten, die richtige Wahl des Schweißzusatzes gewährleistet optimale Resultate. Die Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten der jeweiligen Schweißzusätze zu verstehen, hilft den Anwender*innen ihre Herausforderungen mit Präzision, Effizienz zu meistern.

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